Jubiläumsweg Tag 4

17.04.2026
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17. 04. 2026. 4.Etappe
Markdorf - Gehrenbergturm - Untersiggingen - Lellwangen - Betenbrunn - Heiligenberg
Die Königsetappe

Die vierte Etappe begann früh. Um kurz nach 7 Uhr bin ich am Bahnhof in Markdorf gestartet – nach einem schnellen Frühstück, noch mit dieser ruhigen Morgenstimmung, in der die Stadt gerade erst wach wird.

Der Weg führt zunächst durch das schöne Städtchen, dann aber recht zügig hinaus und hinauf. Schon nach kurzer Zeit wird klar: Das hier ist keine „Nebenbei-Etappe“. Der Anstieg zum Gehrenbergturm fordert direkt am Anfang, aber er lohnt sich. Oben angekommen, bei bestem Wetter, öffnet sich der Blick – der Bodensee liegt ruhig unten, dahinter die Alpen.

Danach geht es abwechslungsreich weiter. Vorbei an einem Hangrutsch führt der Weg zum Linzgaublick. Dort habe ich meine erste Pause gemacht. Ein guter Platz dafür – ruhig, mit Blick auf den Überlinger See und auf das heutige Ziel - Das Schloss Heiligenberg.

Der Abschnitt hinunter Richtung Untersiggingen war dann weniger schön. Viel Asphalt, wenig Schatten, und irgendwie kommt man aus dem Rhythmus heraus. Solche Passagen gehören dazu, aber sie ziehen sich ein wenig.

Hinter Untersiggingen wird es wieder angenehmer. Der Weg führt über einen kleineren Anstieg Richtung Lellwangen. Dort wartet dann ein sehr steiler Anstieg – ich meine, es müsste Richtung Fürstenplatz gehen. Einer dieser Anstiege, bei denen man automatisch langsamer wird und einfach Schritt für Schritt geht.

Was danach kommt, gehört für mich zu den schönsten Abschnitten der gesamten Etappe. Auf einer Anhöhe vor Betenbrunn öffnet sich ein Rundumblick, der wirklich beeindruckend ist. Nicht nur der Bodensee und die Alpen sind zu sehen – auch die Schwäbische Alb und der Schwarzwald lassen sich zumindest erahnen. Ein weiter, fast grenzenloser Blick.

Von Betenbrunn aus geht es weiter über die Amalienhöhe. Die Landschaft wirkt hier oben ruhig und offen, fast ein wenig entrückt. Die letzten Kilometer nach Heiligenberg erreicht man ohne große Schwierigkeiten.

Heiligenberg selbst liegt oben – und genau so fühlt es sich auch an: wie ein Ziel, das man sich erarbeitet hat. Eine Etappe mit viel Höhepunkten, und das bei bestem Wetter.